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Monats-Archive: Januar 2012

Datenschutzverantwortung in Social Networks

Facebook & Co erfreuen sich immenser Zahlen an Nutzern und der Anstieg ist noch nicht zu Ende. Google will mit Google+ seit kurzem auch vorne mitmischen und kann bislang auch viele User anziehen. Dennoch gibt es den Schlag von Menschen, die sich bewusst und auch endgültig gegen eine Mitgliedschaft in einem der social Networks entscheiden. Meistens wiegt die Unsicherheit davor, dass man nie das Gefühl haben wird, wirklich Herr über seine personenbezogenen Daten sein zu können, einfach zu sehr. Das ist meistens der vorherrschende Grund derer, die sich dagegen entscheiden.

Wie aber sieht es aus mit der Gefahr, sich als Mitglied durch Unwissenheit oder Unachtsamkeit strafbar zu machen? Von dieser Befürchtung ist kaum etwas zu hören. Berechtigt ist sie dennoch allemal! Denn eine Unterscheidung ist für die Frage, ob und an welche Gesetze sich ein User halten muss, von grundlegender Bedeutung. Auch wenn es auf der Hand liegen mag: Facebook und Google+ zählen nicht zu dem Bereich des persönlichen und interfamiliäreen Bereichs. Logisch, mag man sich denken, jedoch ist dieses Bewusstsein möglicher Weise noch nicht bis zu dem gedrungen, der sich mit seinen Freunden über Facebook austauscht, dort nur die kennt, die er auch im echten Leben kennt und es daher für ein Abbild des echten Lebens hält. Die Freunde hier sind auch die Freunde da.

Der kleine aber feine Unterschied ist jedoch, dass ein Post von Freund A an der Pinnwand von Freund B von Millionen von Menschen gesehen werden kann. Ebenso – je nach Konfiguration – kann es mit Bildern gehen. Das Veröffentlichen von Bildern von anderen Personen allein, spätestens aber die Nennung des Namens oder gar der Verknüpfung mit dessen Profil, ist ein Eingriff in dessen Privatsphäre und entraubt ihm die Hoheit über seine eigenen Daten.

Genau um diese Hoheit dem zu sichern, dem sie gebührt, wurde der Datenschutz eingeführt und ist in Form des BDSG in Deutschland Gesetz. Es handelt sich also in oben genannten Fällen um eine Datenweitergabe ohne Rechtsgrundlage, die letztlich geahndet werden könnte, da sie nicht mehr unter dem Schutzmantel des persönlichen Umfeldes getätigt wurden.

Freilich, wo kein Kläger, da auch kein Richter. Und vielleicht dauert es auch lange, bis sich in der social-networks-Gemeinde Teilnehmer finden, die sich dagegen wehren wollen. Ob es aber ewig dauern wird?